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Autobahn: Slowenien führt Kurzzeitvignetten für Pkw ein Drucken E-Mail
Geschrieben von: GL/APA   
Dienstag, 26. Mai 2009 um 14:50 Uhr

Autobahnvignette SlowenienSlowenien wird ab 1. Juli zusätzlich zu der Jahresvignette auch Auto-Mautpickerl für sieben Tage und einen Monat einführen. Die Halbjahresvignette wird abgeschafft. Das hat die slowenische Regierung am Donnerstag beschlossen. Die Gesetzesänderungen müssen noch vom slowenischen Parlament verabschiedet werden.

Die Sieben-Tage-Vignette wird 15 Euro kosten. Der Preis für die Jahresvignette wird von derzeit 55 auf 95 Euro erhöht. Der Preis für die Ein-Monatsvignette ist noch nicht festgelegt worden, wird aber zwischen 30 und 35 Euro liegen, wie der Verkehrsminister Patrick Vlacic nach der Kabinettssitzung erklärte. Für die Motorradfahrer wird es anstatt der Ein-Monatsvignette weiterhin die Halbjahresvignette geben.

Trotz der Einführung der 7-Tage Vignette bleibt die Durchreise in Richtung Kroatien ein teures Vergnügen. Für einen 14-tägigen Urlaub in Kroatien muss der Reisende nun 30 Euro für slowenische Autobahnen berappen. Und das für manchmal nur 50 oder 100 km.

Zum Vergleich: In Österreich kostet die 10-Tages-Vignette um 7,70 Euro, eine Jahres-Vignette 73,80 Euro, die 2-Monats-Vignette ist um 22,20 Euro zu bekommen.

Die Unverhältnismäßigkeit der Preise und Gültigkeitsdauern macht auch ein Vergleich mit den Nachbarländern deutlich.

  • In Österreich kostet die 10-Tages-Vignette 7,70 Euro, die 2-Monats-Vignette 22,20 Euro.
  • In Ungarn bezahlt man für die 10-Tages-Vignette rund 8 Euro, für eine Monatsvignette rund 14 Euro.
  • In Tschechien kostet eine 7-Tages-Vignette umgerechnet 8 Euro, für eine Monatsvignette bezahlt man 12 Euro.
  • In der Slowakei kann man eine 7-Tages-Vignette schon um 4,90 Euro kaufen, eine Monatsvignette um 9,90 Euro.

Hohe Preise, wenig Leistung

Für Kroatienurlauber bleibt Slowenien ein Nadelöhr. Wichtige Nord-Süd-Verbindungen fehlen nach wie vor. Für die Strecke Postojna Richtung Rupa und weiter nach Rijeka geht es erst ab der Grenze auf kroatischen Autobahnen zügig weiter. Auf slowenischer Seite muss der Autofahrer mit einer teilweise engen Landstrasse vorlieb nehmen. Ein Ausbau zur Autobahn ist nicht in Sicht. Es gibt noch nicht mal ein Planfeststellungsverfahren.

Gleiches gilt für die Strecke Maribor Richtung Varazdin auf kroatischer Seite. Für lächerliche 50 km werden in Stoßzeiten schon mal 2 Stunden benötigt. Angesichts dieser Infrastruktur, sind die Autobahngebühren unangemessen hoch.

Der Verkehrsminister verteidigte auch die Vignetten-Preise. "Die Festlegung des Preises liegt in Zuständigkeit Sloweniens", sagte er. Bereits zuvor lies Vlacic andeuten, dass Ljubljana bei dem Preis auf eventuellen Druck aus Brüssel nicht nachgeben wird.

Slowenien hofft auf Förderungen für Autobahnausbau

Ljubljana rechnet damit, dass die EU-Kommission infolge dieser Maut-Änderungen die auf Eis gelegten Fördermittel für den Autobahnausbau wieder freigeben wird. "Wir haben beide Bedingungen, die Einführung von Kurzzeitvignetten und die Verhältnismäßigkeit des Preises, erfüllt. Nun erwarten wir, dass die Mittel freigegeben werden", sagte Vlacic. Die EU-Kommission hatte im vergangenen Herbst ein Vertragsprüfungsverfahren gegen Slowenien eingeleitet und die EU-Kredite für den Autobahn-Ausbau in Höhe von 88 Mio. Euro eingefroren.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 26. Mai 2009 um 15:23 Uhr
 

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